Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 0613 - 26.02.2013

DGB Sachsen fordert von Sächsischer Staatsregierung Bekenntnis zum Mindestlohn

Angesichts der bundesweiten Debatte um einen gesetzlichen Mindestlohn hat der DGB Sachsen die Sächsische Staatsregierung aufgefordert „Farbe zu bekennen“. 

„In Sachsen sind 23 % der Menschen im Niedriglohnbereich beschäftigt. Rund 110.000 Menschen in Sachsen müssen neben ihrer Arbeit noch ergänzende Sozialleistungen durch die Jobcenter beziehen, sogenannte Aufstocker. Sachsens Staatsregierung nimmt die anhaltende hohe prekäre Beschäftigung offenbar nicht zur Kenntnis. Umso notwendiger ist jetzt ein Bekenntnis zu einem Mindestlohn von 8,50 Euro, damit die Menschen wenigstens von ihrer Hände Arbeit leben können.“, sagte die sächsische DGB-Vorsitzende Iris Kloppich heute in Dresden. „Sachsen muss jetzt im Bundesrat aktiv werden und den Mindestlohn voranbringen.“

Gleichzeitig warnte die DGB-Chefin davor, beim Mindestlohn zwischen Ost und West zu differenzieren. „23 Jahre nach der deutschen Einheit darf es keinen Unterschied zwischen Ost und West mehr per Gesetz geben. Einen solchen Anachronismus werden wir nicht akzeptieren.“, so Frau Kloppich.


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